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Erste Website für schulische kulturelle Bildung in Sachsen-Anhalt geht online

  • Bildungsministerium

Die Institution Schule allein kann nicht Experte für alles sein. Kooperationen mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern sowie der Unterricht an kulturellen Lernorten sind deshalb bei vielen Schulen längst etabliert. Dass sich Schulen für ihr Umfeld öffnen, verlangt nach Zeit und Raum. Viele Schulen haben allerdings beides nicht. Die neue Website kreativpotentiale-sachsen-anhalt.de soll hier unterstützend wirken.

Die Website bringt Lehrende und Kulturschaffende künftig einfacher und schneller zusammen. Das Herzstück ist eine Angebotsplattform: Hier können beispielsweise Museen, Theater, freie Kunstschaffende, Tanz- und Musikschulen, Autorinnen und Autoren oder Jugendkunstschulen Accounts anlegen und ihre Angebote für Schulen deklarieren und eigenständig verwalten. Lehrende können sich schnell, gezielt und umfassend ein Bild über Angebote der schulischen kulturellen Bildung machen und diese in den Unterricht und in das Schulleben integrieren.

Frank Diesener, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt: „Kulturelle Bildung stellt als ein Teil der Persönlichkeitsbildung ein wesentliches Element einer ausgewogenen Bildung und Erziehung bei Kindern und Jugendlichen dar. Sie befähigt zum kreativen Arbeiten und fördert somit wesentliche Schlüsselkompetenzen junger Menschen, welche heute wichtiger denn je sind. Deswegen muss das Förderprogramm Kreativpotenziale zukünftig einen festen strukturellen Platz in der schulischen kulturellen Bildung einnehmen.“

Das Förderprogramm Kreativpotentiale Sachsen-Anhalt hat nicht nur die Website hervorgebracht, sondern in den vergangenen anderthalb Jahren bereits mehr als 40 Projekte der schulischen kulturellen Bildung gefördert, um den schulischen und außerschulischen Bereich in einem ersten Schritt zusammenzubringen. Zudem entstanden lokale Verbünde aus Schule, Kultur und Kommune, um einen gemeinsamen Austausch- und Entwicklungsraum für Kulturelle Bildung an Schulen zu schaffen.

Thomas Schödel, Direktor Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt: „Schulen öffnen sich, damit sie die Kinder und Jugendlichen fit fürs Leben machen können und sie so ausbilden, dass sie in der komplex gewordenen Welt bestehen können. Kulturelle Bildung an Schulen kann hier einen großen Beitrag leisten. Das Programm Kreativpotentiale und die landesweite Website für schulische kulturelle Bildung ist ein Schritt zur Unterstützung unserer Schulen.“

Hintergrund:

„Kreativpotentiale Sachsen-Anhalt“ ist ein Programm des Ministeriums für Bildung in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulentwicklung und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Das Programm wird gefördert durch die Stiftung MERCATOR.

WEB: www.mb.sachsen-anhalt.de

Harzer Tourismustag 2022 mit Mitglieder Versammlung

Der Harzer Tourismusverband e.V. hatte zu Tourismustag und Mitgliederversammlung in das Klubhaus Thale geladen. Auf dem Programm standen unter anderem aktuelle Informationen zum Stand der Arbeiten auf dem Hexentanzplatz und dem Harzer Bergtheater – hier finden derzeit umfangreiche Umbau- und Modernisierungsarbeiten statt.

Harzer Tourismustag

Der Hexentanzplatz wird räumlich neu gegliedert. Zudem entstehen ein Hexendorf, ein neues Parkdeck, eine Wasserspielanlage sowie gastronomische Einrichtungen. Weitere Maßnahmen betreffen Bühne und Technik, damit die Aufführungen künftig auf dem neuesten Stand der Technik stattfinden können. Bei dem 1903 von Dr. Ernst Wachler gegründeten Harzer Bergtheater Thale wird die Besucherkapazität von 1300 auf 1900 Plätze erhöht, zudem wird die Barrierefreiheit verbessert und die technischen Anlagen erneuert. Der Charakter eines Amphitheaters mit Blick ins Harzvorland bleibt dabei natürlich erhalten.

Der Harzer Tourismusverband ist die offiziell anerkannte touristische Marketingorganisation für den Gesamtharz. Das Verbandsgebiet erstreckt sich über die Harzteile in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Organisation wurde 1904 in Bad Lauterberg gegründet und ist seit 1990 wieder für die Gesamtregion tätig.

WEB: www.harzinfo.de

Eine der modernsten Schulen Deutschlands in Wernigerode eröffnet

GWW-Geschäftsführer sieht das einzigartige PPP-Modell zum Bau der Schule als Modellfall auch für Großstädte und andere Kommunen

Wernigerode (ots) Fertig – der von vielen Wernigerödern mit großer Anteilnahme beachtete Bau der neuen August-Hermann-Francke-Grundschule ist eröffnet. Mit einer festlichen Zeremonie erfolgte am 13. Oktober 2022 die offizielle Schlüsselübergabe. Aus den Händen des Wernigeröder Oberbürgermeisters Tobias Kascha und dem Bauherrn und Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, Christian Zeigermann, nahmen ihn Schul-Rektorin Christiane Kresse-Wenzel und Hortleiterin Petra Kassebaum freudig entgegen.

Aus den Händen von Oberbürgermeister Tobias Kascha (4.v.r.) und GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann (3.v.r.) nimmt Schul-Rektorin Christiane Kresse-Wenzel den Schlüssel entgegen.

„Als GWW sind wir stolz darauf, jetzt gemeinsam mit der Stadtgesellschaft hier eine der modernsten Schulen Sachsen-Anhalts, wenn nicht der gesamten Bundesrepublik, eröffnen zu können“, hob Christian Zeigermann bei der Schlüsselübergabe hervor. „Trotz Corona! Trotz Baumaterialmangels! Trotz Shut- und Lockdowns! Und trotz der zusätzlichen ungeplanten Aufgabe, die neue August-Hermann-Francke-Grundschule nicht nur als moderne Schule zu gestalten, sondern über ein modernes Lüftungssystem zu einer Corona- und Viren-resistenten Schule zu machen. Auch das CO2-Aufkommen in den Klassenräumen wird von ihm abgesaugt für ein durch und durch gesundes Lernklima.“

„Guten Morgen Du Schöne“, begrüßte Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha den Schulbau, auf den Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler schon lange gewartet hätten. Die schöne neue August-Hermann-Francke-Grundschule sei fertiggestellt. „Nun schlagen wir ein neues Kapitel auf.“

„Vom ersten Strich auf der Planungszeichnung bis zur Eröffnung sind keine drei Jahre ins Land gegangen. Architekten, Planer, Generalunternehmer, Baufirmen – Hunderte Menschen haben ihren Anteil daran, dass das alles trotz Corona so erstaunlich reibungslos funktionierte. Der Francke-Schulbau funktionierte wie ein Räderwerk, in dem alles passte“, so seine Eröffnungsworte.

Über elf Millionen Euro investierte Wernigerode in die neue Francke-Grundschule.

Gründach, Lernterrasse, eine Aula als Zentrum der Schule, dazu zehn Klassenräume und sechs Fachkabinette erstrecken sich auf 3.800 qm Gesamtfläche. Entstanden ist ein dreigeschossiges Haupthaus mit einem flachen Anbau als großer Hort. Die Fachkabinette sind in der ersten Etage untergebracht, die zehn Klassenräume in der zweiten Etage. Laubengänge führen um die beiden Obergeschosse. Sie sollen Schatten spenden und gleichzeitig als Fluchtweg dienen. Eine attraktive wie zweckmäßige Lösung mit architektonischer Raffinesse.

Der Bau ist aber noch in anderer Weise eine Innovation. „Die GWW, eine Stadttochter, fungierte erstmals als ,Handwerkszeug‘ der Stadt für Bauen und Entwickeln auf Basis eines einzigartigen PPP-Vertrages“, hebt der GWW-Geschäftsführer hervor. Und das mit großem Erfolg – zeit- und kostengetreu. Das solle Mut machen und könne neue Zukunftsperspektiven eröffnen, wo die Stadttöchter zum Einsatz kämen für Aufgaben, die die Stadt sonst nicht allein bewältigen könnte. Das tauge als „Wernigeröder Modell“ für viele Großstädte und die Bewältigung ihrer anstehenden Projekte in schwierigen Zeiten. Erste Nachfragen von dort gäbe es bereits. „Mit dem Bau der neuen August-Hermann-Francke-Grundschule als PPP-Projekt setzte die GWW einen wichtigen Schritt in die Zukunft“, so Christian Zeigermann.

Christiane Kresse-Wenzel, Rektorin der neuen August-Hermann-Francke-Grundschule, bedankte sich bei der Eröffnung im Namen aller Schüler*innen für das interessante und funktionale Ensemble von Grundschule und Hort, in dem es Freude machen werde zu lernen und zu arbeiten.

„Die Entscheidung für den Schulneubau haben wir alle als Chance gesehen, bei etwas Großem dabei zu sein und für unsere Kinder tolle Lern- und Lebensräume planen und einzurichten zu helfen“ erinnert sie sich. „Uns war es von Anfang an wichtig, als pädagogischer Berater und verlässlicher Partner den Schulneubau zu begleiten und bestmöglich zu unterstützen. Von Beginn an wurden wir gut mitgenommen und einbezogen“, hebt sie bei der Schlüsselübergabe hervor.

Zeitgleich dazu wurde auch der Emaille-Fries am Hort aus den Händen des bekannten Hallenser Künstlers Moritz Götze enthüllt. In Graffiti-Kunsttechnik stellt er August Hermann Francke ins Zentrum des Werkes. „Weil es zur Erfahrungswelt der jungen Menschen, die die Schule nutzen, gut passt. Es soll neugierig machen und die Schule einzigartig als Ort, wo die Schüler*innen einen wichtigen Teil ihrer Kindheit verbringen. Sie sollen sich daran gerne zurück erinnern“, erläutert Moritz Götze die Hintergründe seiner Idee.

„Ich habe den Schulneubau von Ferne immer mitverfolgt und mir überall, wo ich war, Fotos vom Fortgang schicken lassen“, übermittelte der GWW-Botschafter und Bundesliga-Profi Nils Petersen in einer eingespielten Videobotschaft zur Eröffnung seine Grüße. „Ich bin fasziniert von den innovativen Ideen und staune über die Modernität. Liebend gern wäre ich hier auch noch mal Schüler.“

GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann kündigte dann im Rahmen der Schuleröffnung eine weitere Aufwertung des Areals rund um die Lutherstraße an. Die neue Schule sei der Beginn. Nun gehe es weiter bei der Heilung des Quartiers.

Der Abriss des alten Schulgebäudes ist noch für November geplant. Im August 2023 sollen dann die Sportfreiflächen der neuen Francke-Grundschule übergeben werden. Um das gesamte Areal städtebaulich abzurunden, will die GWW in der Lutherstraße dreigeschossige Wohnhäuser mit 35 Wohneinheiten und großzügigen 2- bis 5-Raumwohnungen für Familien bauen. Dazu kommt eine Gewerbefläche von circa 500 m². Die ersten Bewohner sollen im Sommer 2025 einziehen, so der weitere GWW-Plan.

Das Baudoku-Video und die Festschrift zur Eröffnung der Francke-Schule unter: www.gww-wr.de